Montag, 31. August 2009

Fünf Polizeiwagen, ein Krankenwagen und ein Feuerwehrwagen...

...und das nur für eine Schlägerei. Am Freitag waren Lisa, Laura und ich auf einer Hausparty. Die Hausparty war nur für „geladene Gäste“ . Also der Gastgeber hat seine Freunde eingeladen und die durften ihre Freunde mitnehmen. In dem Fall war Laura eingeladen und wir sind als ihre Freunde mitgegangen. Man musste $ 5 Eintritt zahlen hat einen roten Becher in die Hand gedrückt bekommen und wurde mit einem flüchtigen „have fun“ sich selbst überlassen. Die $ 5 sollten ein Massenbesäufnis nach dem american style gewährleisten (also 2 Bier). Mehr konnte man eh nicht trinken, weil das Bier nach einer Stunde leer war. Es haben aber trotzdem ein paar Typen geschafft sich so die Kante zu geben, dass sie sofort aufeinander losgegangen sind, weil der eine die Freundin des anderen zu lange angeguckt hat. Nachdem die Jungs (mit dem Mädel) der Party verwiesen worden sind, sollten wir alle reingehen, weil die Nachbarn sich über den Lärm beschwert haben. Aber anstatt reinzugehen, haben viele die Party verlassen, weil das Bier aus war. Ein Typ ist stolz wie Oskar mit seiner Stange von aneinander geklebten leeren Bierdosen rumgelaufen, um sich selber zu zeigen wie viel Alkohol er verträgt und das mit ca. 24 Jahren. Da denkt sich doch der Durchschnittsdeutsche, dass er, wenn er es jemals gemacht hat, sowas vielleicht mit 14 gemacht hat. Es war einfach nur lächerlich. Als wir uns dann schliesslich auch auf den Heimweg machen wollten, kam ein Polizeiwagen nach dem anderen. Der Gastgeber hat Muffensausen bekommen und alle Minderjährigen durch den Hinterausgang im Keller nach draußen geschickt. Als dann noch ein Krankenwagen kam, dachten wir uns schon, dass was passiert sein muss. Nach näherer Betrachtung der Sachlage haben wir im Nachbargarten eine minderschwere Prügelei erspähen können. Wir wissen zwar nicht, was sich dort genau zugespielt hat, aber wir als deutsche waren der Meinung, dass fünf Streifenagen, ein Krankenwagen und ein Feuerwehrwagen für ein Kratzer und ein Veilchen am Auge einfach zuviel war. Ein Ami hat gemeint, dass das der Standard ist wenn der Notruf wegen einer Prügelei gerufen wird.
Am sind Lisa und ich für unsere Hausaufgaben in Photomedia durch die Innenstadt gelaufen und haben die Einstellungen auf unserer Kamera getestet. Also eigentlich ist es Lisas Kamera, aber als meine Mitbewohnerin war sie gütig und ich darf sie mitbenutzen. Wir waren so mit dem Fotografieren beschäftigt, dass wir im Eifer des Gefechts den Feg zurück zu Fuß gegangen sind. Am Abend gab es eine kleine Kirmes auf dem Campus. Es war süß gemeint, aber ein wenig überflüssig. Ich fand es sehr lustig, dass diese Kirmes „alljährliche Kirmes“ heißt, obwohl sie dieses Jahr zum ersten Mal stattgefunden hat.
Als Jasmin, Yvonne, Lisa, Thomas, Mike und ich danach unsere Wohnung betreten haben, konnten wir nicht glauben, was wir gesehen haben. Die Spülmaschine ist aus allen Öffnungen übergeschäumt und der ganze Boden war nass. Nikki war zu Hause hat aber am Anfang beteuert, dass sie das nicht mitgekriegt hat. Schon auf der Kirmes hat mich Jasmin gefragt, was ich den mit der Spülmaschine gemacht hab (weil ich sie angemacht habe), weil die Spülmaschine nämlich ein wenig nach Verbranntem stinken würde. Ich hatte nämlich schon ein wenig Angst gehabt, dass ich das Schuld war, bis mir Nikki gebeichtet hat, dass sie das war. Sie hat nämlich, als die Maschine schon einmal durchgelaufen ist, die Maschine (mit dem sauberen Geschirr!!!) noch einmal angemacht, das Desinfektionszeug reingekippt und auf „heavy wash“ gestellt. Dieses Desinfektionszeug ist ein desinfizierendes Spülmittel, was NICHT für die Spülmaschine gedacht. Ich weiß es deswegen, weil es auf der Flasche draufsteht. Also wer lesen kann ist im Vorteil. Dass die auch alles desinfizieren muss. Die spinnen doch die Amis!
Das lustige war ja noch, dass wir versucht haben Nikki beizubringen, dass es für das Immunsystem nicht gut ist alles zu desinfizieren, weil es dann nicht richtig arbeiten kann. Am nächsten kam sie dann ganz stolz an, weil sie dachte, dass sie im Recht sei, und erzählte uns, dass im Unieigenen Gesundheitszentrum stehen würde, dass man sich regelmäßig die Hände waschen muss. SAG BLOß! Und das im Gesundheitszentrum!
Noch erntet sie reges Unverständnis bei uns.
Am Sonntag waren wir bei Thomas zum Schnitzelessen eingeladen. Mit deutschem Bier und Aprés Ski Mukke haben wir seinen amerikanischen Mitbewohnern die deutsche Kultur näher gebracht. Bei dem Lied „Hey Baby“ von DJ Ötzi mussten sie laut lachen. Nachdem wir dann wieder in unseren Jayhawker Towers waren haben Lisa und ich noch ein paar Fotos auf dem Campus geschossen. Jetzt muss ich aber ins Bett. Morgen ist Vorlesung.

Johanna, Lisa und ich auf der Prügelparty

mit Mike und Thomas auf der Kirmes

Fotosession auf dem Campus

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen