Das sagt man wenn man in Amerika durch die Clubs zieht. Nur ist die Freude leider von kurzer Dauer, da die Clubs in Lawrence um 2 Uhr nachts schließen. Deswegen ist Amerika auch so für seine Hausparties berühmt. In einer Durchschnittlichen Partynacht ist man auf drei Hausparties und mindestens einem Club. Die erste Hausparty findet vor dem Gang zum Club statt, wo man deftig vorglüht. Dabei werden lustige Saufspiele wie Ping-Pong-Beer und Flip-Cup gespielt. Jeder Durchnittssami (so wurde mir gesagt) hat einen selbstgebauten Ping-Pong-Beer-Tisch. Der ist ungefähr so groß wie ein Tischtennis-Tisch und ist in zwei farbige Flächen unterteilt. Jedes Team hat ein Dreieck von zehn Bechern mit Bier gefüllt vor sich stehen. Dabei versucht man sich Gegenseitig Pin-Pong-Bälle in die Bächer zu werfen, die man leer trinken muss wenn eins davon getroffen wurde. Viel lustiger ist aber Flip-Cup.
Es treten zwei Teams gegeneinander an. Jeder hat einen Becher Bier vor sich stehen. Der jeweils erste ext sein Bier und stellt den Becher so an den Rand des Tisches, dass man noch mit einem Finger drunter fassen kann. Das muss man, um den Becher von unten anzustupsen, damit er mit der Öffnung nach unten flippt. Wenn man das geschafft hat ist der nächste dran.
Das Team, das als erstes fertig ist hat gewonnen.
Bei diesen Spielen wird immer das Billigbier genommen. In unserem Fall war es BudLight. Das schmeckt wie Bier mit Wasser verdünnt. Mir ist übrigens aufgefallen, dass Amerikansicher Männer, wenn sie betrunken sind, total winselig werden und zu totalen Weicheiern mutieren. Das muss daran liegen, dass sie einfach nichts gewöhnt sind, weil sich anscheinend doch erstaunlich viele nicht trauen vor 21 (Jahren) zu trinken. Das lächerliche an diesen Alkoholgesetzten ist ja, dass man kein Alkohol auf öffentlichen Straßen trinken darf, aber solange man sich auf privatem Eigentum befindet und zum Beispiel auf der Veranda sitzt, die zur Straße hinausgeht, und dort ein Bier trinkt ist es ok.
Der Weg wie man auf diese Hausparties, vor allem nach dem Club, kommt ist noch sehr gewöhnungsbedürftig.
Bei uns war das so: Wir waren in einem Club, der schon um zwei zugemacht hat und dann standen wir nicht wissend was nun und ohne Fahrgelegenheit vor dem Club rum. Plötzlich taucht ein Mädel, dass wir kaum kannten, uns aber von der OW bekannt vorkam auf und drückt uns eine Adresse in die Hand, wo eine Hausparty steigen soll. Eine Fahrgelegenheit war auch schnell organisiert und ab ging’s. Auf der Party angekommen haben wir feststellen müssen, dass wir vielleicht zwei Leute kannten. Als wir schon fast verzweifelt sind, wurden wir gefragt, ob wir auf eine andere Party möchten. Das kam uns sehr komisch vor, aber wir sind mitgefahren. Und siehe da, auf der nächsten Party kannte man schon wieder jeden. Und so läuft das jedes Wochenende. Es gibt immer jemanden, der fährt, denn die Amis hier sind es einfach nicht gewohnt den Bus zu nehmen oder zu laufen. Sollte man sich aber doch entscheiden den Bus zu nehmen oder man trinkt unerwarteter oder erwarteter Weise über den Durst gibt es von der KU einen kostenlosen Partyfahrservice. Kein Scherz! Jeder Student, der sich stolzer Besitzer einer KU-ID nennen darf, kann den Service, der Saferide oder Safebus heißt kostenlos nutzen. Saferide ist ein Taxi, dass man eine halbe Stunde vorher anruft und dich dann nach Hause fährt. Der Safebus ist ein Bus, der nach drei Linien bis 3 Uhr nachts fährt und einen sicher nach Hause fährt. Das alles wird von den Studiengebühren finanziert. Das sollte es in Deutschland auch geben!
Finale Verbalattacke
vor 16 Jahren
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen