Am Donnerstag haben die Vorlesungen begonnen. Der Grund warum ich überhaupt hier bin.
Die Kurse die ich erstmal gewählt habe sind Photemedia (Einführung in die digitale Fotografie), Graphic Design und Textile Design. In Photomedia ist mir der Professor und die Leute im Kurs so unsympatisch, dass ich den Kurs wohl abwählen werde. Ich weiß, dass sich das bescheuert anhört, aber ich mir den ganzen Tag anhören muss wie schlecht die Welt doch sei und das man das den Leuten klar machen muss, dann krieg ich echt einen zuviel. Dafür probier’ ich am Montag denselben Kurs. Nur ist da ein anderer Professor. Da Lisa den in einem anderen Kurs hat, hat sie ihn mir weiterempfohlen. Textile Design hatte ich nachmittags. Im Großen und Ganzen ist das eine Art Nähkurs, aber mir hat es sehr großen Spaß gemacht. Wir haben in unserer ersten Stunde ein Nadelkissen genäht, damit wir uns an die Nähmaschine gewöhnen. Unsere Dozentin ist noch sehr jung und hat dementsprechende extrem lange , BLAUE, Fingernägel. Sie schreibt über unsere Vorlesungen bei ihr, ihre Abschlussarbeit. Am Freitag habe ich mir einen Kurs über Buchbinden und Buchdruck angeguckt, da ich ja einen Ersatzkurs für den Fotokurs brauchte. Da habe ich aber festgestellt, dass ich das schon im ersten Semester hatte. Wären die Extragebühren für die Werkstätten (wo wir uns die meiste Zeit aufhalten werden) nicht so teuer, hätte ich den Kurs wohl behalten, aber als ich mir dann angeschaut habe, was auch die Materialien noch kosten, habe ich mir gedacht, dass es sich nicht lohnt einen Kurs zu belegen, den ich schonmal hatte. Ich finde das sowieso total komisch wenn man bedenkt wieviel Gebühren man als normaler Student bezahlen muss, dass man dann nochmal extra Gebühren für Materialien und Werkstatt bezahlen muss. Im Gegensatz zu den anderen Studiengängen, wo man Bücher haben muss, können wir uns aber noch glücklich schätzen. Im Durchschnitt bezahlt hier ein Student um die $ 500 für Bücher pro Semester. Sogar gebrauchte Bücher kosten teilweise über $ 100 und das sind keine Nachschlagwerke sondern ganz normale Lehrbücher. Eine Vorlesung geht hier 2 Stunden und 50 Minuten. Wenn man 2 Vorlesungen hintereinander hat (so wie ich am Montag) hat man nur 10 Minuten Pause, in dem man den Raum wechselt. Jeder Kurs findet zweimal die Woche statt um dieselbe Zeit mit einem Tag dazwischen (war der Satz jetzt logisch?). Die Designklassen haben ca. 16 Leute pro Kurs. In den Kurs, in den unsere Mitbewohnerin ist, gehen 1000 Leute. Mitarbeit wird hier ganz großgeschrieben. Wenn man sich aktiv in den Unterricht einbringt gibt es Extrapunkte. Auch auf Pünktlichkeit und Anwesenheit wird sehr geachtet. Wenn ich in Textil Design dreimal zu spät komme gilt das als ein unentschuldigter Fehltag. Bei 9 Fehltagen wird der Kurs aberkannt. Ob Kurse ausfallen? Ganz bestimmt nicht! Nur bei Feiertagen und die kommen in dem Semester nur zweimal vor. Ich bin jetzt auf den Kurs am Montag gespannt und danach muss ich zum Chor und danach noch Materialien für Textil Design am Dienstag einkaufen. Wenn ich es noch schaffe gehe ich zum Fitness und wir müssen noch die Wohnung ein wenig putzen. Also langweilig wird mir nicht.
Nächstes Mal gibt’s Fotos (versprochen!) und ein Bericht über die Kansasanische Partykultur und ein Bericht über das Busfahren in Lawrence (ich kann euch schonmal sagen, dass es ätzend ist)
See u later!
Finale Verbalattacke
vor 16 Jahren
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