Mittwoch, 19. August 2009

Orientation Week

Erstmal muss ich mich entschuldigen, dass ich länger nichts mehr gepostet habe.
Als wir aus unserem komfortablen Hotel in die Hashinger Hall gezogen sind, hatte ich nicht mehr die Möglichkeit regelmäßig ins Internet zu gehen. Außerdem war unser Zeitplan in dieser Woche so eng, dass wenn ich mal ins Internet kam, nur die wichtigsten Sachen erledigen konnte.
Die Orientation Week ging vom 9.8 bis zum 14.8.. Die OW ist dazu da um es den International Students das Einleben an der KU leichter zu machen. Uns wurde erklärt, was wir alles erledigen müssen bevor wir uns einschreiben können, welche Regeln auf dem Campus herrschen, welche Traditionen die Uni hat usw..
Es sind insgesamt 1800 neue International Students auf der KU eingeschrieben. Davon sind 300 in der Orientation Week gewesen und von diesen 300 Studenten waren ungefähr die Hälfte Chinesen.
Wäre die Unterkunft in der Hashinger Hall in der Zeit der OW nicht kostenlos gewesen, wären wir ganz sicher im Hotel geblieben. Die sehr spartanisch eingerichteten Zimmer waren nicht sehr komfortabel und einladend sieht anders aus. Das einzig tolle an diesem Zimmer war, dass unsere Aussicht aus dem Fenster einfach toll war. Man hatte nämlich einen tollen Blick auf den Campus.
Ansonsten hatte man ein Hochbett mit einem Schreibtisch drunter. Ein extrem kleines Waschbecken und zwei sehr kleine Nischen mit Kleiderstangen. That’s it! Und jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich wo ich denn meiner Köperhygiene nachgehen konnte. Also Hygiene würde ich es nicht gerade nennen, aber wir hatten eine Gemeinschaftsdusche. Eine Etage (also ca. 40 Leute) musste sich ein Bad und ein Klo teilen. Das Sahnebonbon oben drauf war, dass mein Hochbett keine Sicherung hatte und ich nachts hätte aus dem Bett fallen können. Und das wäre dann zwei Meter tief gegangen. Ich hab’s die erste Nacht noch ausgehalten und hab es dann am nächsten Tag gemeldet. Am Abend hing dann ein Zettel an der Tür, wo drauf stand „Welches Bett?“ Ich dachte zuerst, dass das ein Witz sei. Als ich dann gesehen habe, dass ich nicht die Einzige war, die so einen Zettel an der Tür kleben hatte, habe ich gemerkt, dass sie es ernst meinten. Ich muss dazu sagen, dass in jedem Zimmer zwei Betten stehen und man es einfach nicht übersehen konnte.
Die OW war an sich ganz lustig, aber auch anstrengend, nervig und teilweise stressig. Wir haben ein paar nette International Students aus der ganzen Welt getroffen. Mit einigen treffen wir uns regelmäßig. Da ist der Thomas (Deutschland), die Laura (Deutschland), die Mikako (Japan), die Johanna (Schweden), J.K. (China) usw..
Auf den Kennenlern-Parties und -BBQ’s haben wir auch nette amerikanische Studenten getroffen, die die OW unterstützen.
Im Endeffekt hat uns die OW so geholfen uns an der KU zurecht zufinden, dass ich mich gefragt habe, was die anderen 1500 Studenten, die nicht teilgenommen haben machen werden wenn sie hier ankommen. Also ich würde verloren gehen. Nach dieser Woche kennen wir uns hier besser aus, als mancher Student, der schon länger hier ist.

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